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Halbjahresbericht 2013
Firefighters wanted – wir suchen Dich

Unter diesem Motto laufen kantonsweit viele Bemühungen, interessierte Einwohnerinnen und Einwohner für den Feuerwehrdienst zu begeistern. Immer mehr Feuerwehren kämpfen mit der Problematik, für diese sehr befriedigende Aufgabe nicht genügend Mitglieder zu finden. All die beruflichen und persönlichen Herausforderungen des Alltags lassen immer weniger Spielraum, sich zum Wohle der Dorfgemeinschaft zu engagieren. Damit die Feuerwehr Duggingen ihre Aufgaben und Verantwortung wahrnehmen kann, sind rund 30 Frauen und Männer nötig, wobei nicht nur die Anzahl wichtig ist, sondern auch eine bestimmte Verfügbarkeit während des Tages. Aktuell gehören der Feuerwehr Duggingen 2 Frauen und 31 Männer an. Dies ist allerdings nur eine Momentaufnahme und kann sich schnell wieder ändern. Deshalb ist auch die Feuerwehr Duggingen permanent auf der Suche nach motivierten Einwohnerinnen und Einwohnern, welche Feuerwehrdienst leisten wollen.

Am 5. November 2013 (19.30 Uhr Feuerwehrmagazin) findet die alljährliche Rekrutierung statt, an welcher sich Interessierte über den Feuerwehrdienst informieren können. Dabei geben Ihnen Feuerwehrleute einen Einblick in den Alltag und berichten über Erlebtes und ihre Motivation, sich hier zu engagieren. Für den Jahrgang 1995 ist dieser Anlass obligatorisch und wir freuen uns, den gesamten Jahrgang und möglichst viele interessierte Einwohnerinnen und Einwohner zu diesem Anlass bei uns zu begrüssen.

Selbstverständlich sind wir aber auch unter dem Jahr gerne bereit, Ihnen unsere Aufgaben vorzustellen und Ihre Fragen zu beantworten. So ist die Hauptübung (19. Oktober 2013) jeweils eine gute Gelegenheit, sich ein Bild der Feuerwehr zu machen.

Mit Hitze und Stress umgehen – Vorbereitung für den Ernstfall

Feuerwehrdienst leisten, heisst vor allem, sich auf Ereignisse vorzubereiten, die hoffentlich möglichst selten eintreffen. Damit stellt der Übungsbetrieb eine grosse Herausforderung an alle Beteiligten. Für diejenigen, welche die Übung gestalten, muss diese so realitätsnah wie möglich aufgebaut werden. Die Feuerwehrleute wiederum müssen das Gelernte so umsetzen können, dass die zusätzlichen Komponenten des Ernstfalls (Stress, Hitze, Emotionen, Empfindungen usw.) einen möglichst geringen Einfluss auf die Arbeit im Einsatz haben. Die Möglichkeiten realitätsnah zu üben, sind sehr begrenzt und nur noch in speziellen Ausbildungsstätten zu finden.
Am 18. Mai war es soweit und die gesamte Feuerwehr Duggingen durfte an diesem Samstag den Ernstfall bei der Feuerwehrschule Bilfinger (ehemals Chemiefabrik Siegfried) in Zofingen üben. Auf einem speziell angelegten Gelände konnten wir unter realen Bedingungen (Rauch und Hitze) inkl. fachkundiger Leitung der Instruktoren Brände mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln (Wasser, Schaum und Pulver) bekämpfen. Ein überaus erfolgreicher Tag, der die Beteiligten forderte. Als grosses Finale wurde ein Brand im Bereich einer Tankstelle beübt und jeder der 30 Teilnehmer lernte seine persönliche Leistungsgrenze kennen und erkennen. Die Rückmeldungen der Feuerwehrleute waren durchwegs positiv und die wertvollen Erfahrungen im Umgang mit Feuer - und der sich daraus entwickelnden Hitze - werden uns im Ernstfall sehr viel bringen. Ich möchte allen Beteiligten für die motivierte und lernbereite Arbeit danken. Leider können solche Ausbildungen aus verschiedenen Gründen nicht allzu oft durchgeführt werden. Umso mehr gilt es, aus diesen Erfahrungen die richtigen Schlüsse für den Einsatz zu ziehen und unseren Übungsbetrieb weiterhin so praxisnah wie möglich zu gestalten.
 

Prüfung mit Bravour bestanden

Wie bereits im Jahresausblick angekündigt, findet im Laufe dieses Jahres die kantonale Alarmübung statt. Alle vier Jahre werden die Feuerwehren des Kantons auf ihre Einsatzbereitschaft getestet. Der Ablauf ist sehr präzise festgelegt, möchte man doch auch einen repräsentativen Vergleich innerhalb der Feuerwehren und auch Vergleiche zu früheren Jahren ziehen können.
Die Schwierigkeit respektive Herausforderung dieser Prüfung besteht dabei weniger, die fachlichen Anforderungen zu erfüllen, sondern vielmehr, dass werktags innert einer vergleichsweise kurzen Zeit genügend Feuerwehrleute auf dem Schadenplatz zur Verfügung stehen. Was von einer betroffenen, auf Hilfe wartenden Person als halbe Ewigkeit empfunden wird, bedeutet für die Feuerwehrleute eine grosse Herausforderung: Innert 15 Minuten muss sich die Feuerwehrfrau oder -mann weg von seinem Arbeitsplatz nach Duggingen ins Magazin begeben, sich dort umziehen und auf dem Schadenplatz erste Aufgaben übernehmen (Atemschutzgerät anziehen, Druckleitungen erstellen, Leiter stellen usw.). Bei der Alarmübung wird die Zeit gestoppt, wenn mind. 8 Feuerwehrleute vor Ort diese Aufgaben korrekt erledigt haben. Bei den letzten Prüfungen erreichte die Feuerwehr Duggingen durchwegs die Bewertung gut. Die gestellte Aufgabe wurde jeweils in weniger als 15 Minuten erledigt und zeugt von der Leistungsfähigkeit der Feuerwehr.

Am 27. Juni 2013 um 08.37 Uhr erfolgte die Meldung: Wohnungsbrand Aeschstrasse 17. Die Alarmübung hatte begonnen, obwohl dies zu jenem Zeitpunkt allenfalls vermutet werden konnte. Es folgte eine eindrückliche Demonstration der Feuerwehr Duggingen. Innert weniger als 9 Minuten wurden alle gestellten Aufgaben fehlerfrei erledigt. Ein sensationelles Ergebnis, wenn man bedenkt, dass drei Minuten länger immer noch eine sehr gute Bewertung resultiert hätte. Nimmt man noch den nicht mehr bewerteten Umstand dazu, dass nach 18 Minuten mehr als die Hälfte der Feuerwehr vor Ort war, so dürfen wir mit Recht stolz auf diese Leistung sein. Gleichzeitig zeigt diese Alarmübung auf, dass es in Duggingen möglich ist, eine funktionierende und der Bevölkerung nutzbringende Feuerwehr zu betreiben. Der Dank gilt dabei sowohl den motivierten Feuerwehrfrauen und -männern, als auch der Bevölkerung, welche die Feuerwehr unterstützt und ihr das Vertrauen ausspricht.

Die Verantwortlichen sind sich sehr wohl bewusst, dass es kein Ausruhen geben kann. Wir wollen diesen Stand halten und nachhaltig sicherstellen. Mit diesem Ziel vor Augen, wird uns auch in den nächsten Jahren die Arbeit nicht ausgehen.

 
Sonntag, 27. Mai 2018

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